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18.02.2008
„Unsere Mauern können brechen, unsere Herzen nicht“

Diesjähriger Dresdner Trauermarsch vereinte am 16. Februar mehr als 6000 Teilnehmer

 

Mehr als 6000 Menschen trafen sich am vergangenen Samstag in Dresden, um der Opfer des alliierten Bombardements der Stadt am 13. und 14. Februar 1945 zu gedenken. Damit war der diesjährige Trauermarsch einer der größten Veranstaltungen dieser Art seit 1998, dem Jahr des ersten Trauerzuges.

 

Dr. Björn Clemens: Unterwürfigkeit durch Sagen der Wahrheit überwinden

 

Nach der Begrüßung der Trauermarschteilnehmer durch den Landesvorsitzenden der „Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland“ (JLO), Kai Pfürstinger, wandte sich der frühere stellvertretende Bundesvorsitzende der „Republikaner“ und heutige JLO-Bundesvorstand, Dr. Björn Clemens, an das Publikum. Clemens äußerte, daß er in der Presse in Bezug auf den Trauermarsch von einer Instrumentalisierung der Opfer lesen müsse. Dies werde ausgerechnet von den gleichen Leuten vorgebracht, die „Woche für Woche, Tag für Tag, Stunde für Stunde“ nicht ohne Bezugnahme „auf die 12 Jahre auskommen, ohne die sie gar nicht leben können.“ In den Buchhandlungen werde mit Literatur über Hitler das große Geschäft gemacht, im Fernsehen lache einem „der totale Knopp“ entgegen, selbst die Beteiligung der Bundeswehr am Angriffskrieg gegen Jugoslawien im Jahr 1999 sei mit Auschwitz begründet worden. Daraus zog Clemens die Schlußfolgerung: „In dieser Republik läuft ohne Addi gar nicht mehr, aber er wird nicht von uns mißbraucht, nein, wir stellen etwas richtig, und es ist höchste Zeit dafür.“ Es seien nicht nur die heruntergerechneten Opferzahlen, die richtigzustellen seien, sondern auch der Mythos, daß es sich bei der Bombardierung Dresdens um „einen Exzeß des Krieges“ gehandelt habe. In Wahrheit hätte man mit dem Dresdner Bomben-Holocaust gezielt das treffen wollen, „worin sich unsere Nation fundiert, in unseren Innenstädten, in unseren Kulturbauten“. Dieser „Vernichtungsaufruf“ habe sich 1945 mit dem Ziel in Dresden realisiert, daß „in den Trümmern unserer Kirchen und Städte auch nur noch Trümmer unseres Geistes“ bleiben sollten. „Und wenn ich mir die charakterlichen Gartenzwerge anschaue, die heute an der Macht sind, dann muß ich sagen: Sie haben ihr Ziel teilweise erreicht“, so Clemens weiter. Die anerzogene Unterwürfigkeit lasse sich aber „durch unser Bekenntnis, durch unser Wort“ und „durch das Sagen der Wahrheit“ überwinden. Clemens endete seine Rede mit den Worten: „All jene, die die amerikanischen Bombenterroristen glorifizieren, die Ihnen, wie Bomber-Harris, ein Denkmal setzen, und ihren schäbigen deutschen Brüdern im Geiste rufen wir zu: Unsere Mauern können brechen, unsere Herzen nicht, niemals! Es lebe Deutschland, Amen!“  

 

Offensichtlich gehört mittlerweile auch die Dresdner CDU zu Bomber Harris` Brüdern im Geiste, denn diese ließ es sich nicht nehmen, ihr Transparent mit der sinnigen Aufschrift „Wer die Opfer mißbraucht, wird selbst zum Täter“ auf den Zwingerterrassen von Transparenten der antideutschen Antifa einrahmen zu lassen. Die Transparentträger der CDU ließen sich dabei auch von Antifa-Sprechchören wie „Bomber-Harris, Elbeflut – beide tuen Dresden gut“ oder „Bomber-Harris – Do It Again“ nicht irritieren, die neben ihnen erschollen.

 

Udo Pastörs: „Nicht Krieg geführt, sondern Rachegöttin bemüht“

 

Der Ärger von Antideutschen und der Anti-Rechts-Initiative „Dresden für Demokratie“ dürfte sich auch dieses Jahr wieder an dem Bild entzündet haben, das der Trauerzug bot. Durch die Menge der Teilnehmer erreichte er eine kilometerlange Ausdehnung und er gab wie jedes Jahr ein Bild des vollkommenen Friedens und der Stille ab.

Als der Zug schließlich nach einem Bogen durch die Neustadt auf dem Postplatz zu stehen kam, ergriff der Fraktionsvorsitzende der NPD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, Udo Pastörs, das Wort. Pastörs unterstrich noch einmal, daß das Ziel der Bomberangriffe auf Dresden nicht die Niederringung militärischen Widerstands, sondern „die Einäscherung unseres Elbflorenz“ gewesen sei. „Es war beabsichtigt, den größten Glutofen der Menschheitsgeschichte in Betrieb zu setzen“, so Pastörs weiter. Der Angriff sei gestartet worden, um nicht nur die Dresdner Zivilbevölkerung „regelrecht auszurotten“, sondern auch, um sich das Problem einer halben Million Vertriebener aus den Ostgebieten, die in Dresden rasteten, vom Hals zu schaffen. Das Bombardement sei für die Angreifer ohne jedes Risiko gewesen, da Dresden zu dieser Zeit über keine Luftabwehr mehr verfügt habe. Pastörs zitierte einen englischen Journalisten, der kurz nach Kriegsende mit Blick auf die Zerstörung Dresdens von „the greatest single holocaust by war“ gesprochen habe. „Am 13. und 14. Februar 1945 wurde in Dresden ebensowenig gegen die deutsche Wehrmacht Krieg geführt, wie im August 1945 in Hiroshima und Nagasaki gegen die japanischen Streitkräfte Krieg geführt wurde. Hier wurde nur ohne Rücksicht auf kulturelle Werte und das Leben hunderttausender Zivilisten die Rachegöttin bemüht“, so Pastörs weiter.

 

Zwei britische Redner

 

Zu einer ganz besonderen Premiere kam es im Anschluß an Pastörs Rede. Schon in den vergangenen Jahren hatte sich der Dresdner Trauermarsch zu einem Ereignis entwickelt, an dem Menschen aus ganz Europa teilnahmen, dieses Jahr sprachen erstmals auch zwei Redner aus Großbritannien. Die auf englisch gehaltenen Ansprachen wurden von Maik Müller vom „Aktionsbündnis Gegen das Vergessen“ übersetzt. Der aus dem schottischen Glasgow angereiste Steve Cartwight sagte, daß er „als frei denkender Europäer“ um alle Gefallenen trauere und alle Söhne und Töchter Europas ehre, ihn aber als Schotte und Brite der am 13. und 14. Februar 1945 an Dresden begangene Greuel beschäme. Cartwight rief der Menge auf dem gefüllten Dresdner Postplatz zu: „Ich beende meine Rede mit einem europäischen Gebet: Auf das nie wieder ein Krieg komme, in dem es nötig ist, Uniformen zu tragen, um die Kämpfer zu unterscheiden! Nie wieder Bruderkrieg!“

 

Als Gast aus England redete dann Stephen Swinfen von der „National Front“. Swinfen betonte, daß Britannien und das Königreich in den dreißiger Jahren von Deutschland nie bedroht worden seien, dies Churchill aber nicht davon abgehalten habe, sich in die europäischen Angelegenheiten einzumischen. Die britische Bevölkerung habe keinen Einfluß auf Churchills Kriegstreiberei gehabt, Kongreßmitglieder und Pazifisten, die sich gegen den Krieg stellten, seien eingesperrt worden, so auch Swinfens Großvater. Swinfen nannte Churchill einen ähnlich großen Kriegsverbrecher wie Stalin. Swinfen sagte weiter: „Es ist die Schande all dieser postliberalen Kriegsgegner und Gutmenschen, daß sie die widerlichen Verbrechen gegen schutzlose Frauen und Kinder nie verurteilten und Gerechtigkeit einforderten. Es war ein sinnloses Bombardement und eine Mißhandlung von heimkehrenden deutschen Menschen…Es ist enorm wichtig, daß wir der Opfer Gedächtnis tragen, egal ob in Dresden, Coventry und in vielen der großen Städte unserer leidenden Nationen. Nie wieder! Jede Person, die sich heute erinnert, sollte stolz sein. Stolz sein, weil sie die Schuldpropaganda und Gehirnwäsche der Besatzerregierung überlebt hat. Man muß nur flüchtig auf die Antifa-Spinner schauen, und dann weiß man, wo diese Gehirnwäsche endet. Der Kampf um die Gerechtigkeit geht weiter, zusammen werden wir gewinnen!“

 

Die Veranstaltung wurde mit dem Absingen des Deutschlandliedes beendet.

 

Auch dieses Jahr war es wieder den Gegendemonstranten vorbehalten, nicht nur ihrer moralischen Verwahrlosung durch Gewaltphantasien und ungeheuerliche Herabwürdigungen Dresdens und der Bombenopfer Ausdruck zu verleihen, sondern randalierend durch die Innenstadt zu ziehen. Wie dem Dresdner Polizeibericht des 16. Februar zu entnehmen ist, verstießen zirka 600 bis 700 Linksextremisten gegen das Vermummungsverbot und versuchten später, ein Bekleidungsgeschäft anzugreifen. Interessant ist auch, daß laut Polizeibericht bei der von allen gesellschaftlich relevanten Parteien und Gruppen, den Kirchen und Gewerkschaften beworbenen Gegendemonstration „Geh denken“ gerade einmal 2000 Teilnehmer zugegen waren, und damit die Zahl von 6000 Teilnehmern, die die Veranstalter selbst angaben, wohl ins Reich der Phantasie gehört.

 

Dementsprechend schrieb ein enttäuschter Teilnehmer der „Geh Denken“-Demonstration im linken Forum „Indymedia“: „Enttäuschend bleibt, daß nicht einmal 1 % der erwachsenen Dresdner es für nötig hielt, Farbe zu bekennen.“

 

Die Reden von Dr. Björn Clemens und Udo Pastörs können auf den Landesverbandsseiten der NPD Sachsen unter der Adresse http://www.npd-sachsen.de/index.php?s=68 als Filmdateien heruntergeladen und angesehen werden.

 

18.2.2008

 

Arne Schimmer

 

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